
Die Spiele laufen immer langsamer, und nehmen erst nach dem Drücken von Alt+Tab wieder Fahrt auf. Grund ist das veränderte Speicher-Management von Vista. Ein weiterer Patch sorgt für zuverlässigere Verwendung von SLI und CrossFire.
In vielen Foren wurde in den Monaten seit Erscheinen von Windows Vista ein merkwürdiges Phänomen beschrieben: 3D-Spiele liefen immer langsamer bis zum Absturz des Rechners, dabei zeigte die Festplatte hektische Aktivität. Drückte man währenddessen Alt+Tab, wechselte also zu einer anderen Anwendung, beruhigte sich das System - bis der Effekt erneut auftrat. Noch bizarrer: Gerade auf gut ausgestatteten Systemen mit Grafikkarten von 512 MByte und mehr trat der Fehler auf.
Wie Microsoft nun im Knowledge-Base-Eintrag KB940105 beschreibt, hat sich mit Vista im Vergleich zu XP die Speicherverwaltung in einem entscheidenden Punkt geändert. Das "Windows Display Driver Model" (WDDM) speichert selbst im Hauptspeicher des Rechners eine Kopie des aktuellen Bildschirminhalts, also des Framebuffers der Grafikkarte. Bisher musste sich darum das Spiel selbst kümmern. Diese doppelte Buchführung ist hilfreich, um beim Wechsel zu anderen Fenstern, etwa per Alt+Tab, den Bildschirminhalt nicht zu verlieren. Bei älteren Spielen war die Darstellung nach solchen Wechseln oft verfälscht, was teilweise sogar ein Beenden des Spiels notwendig machte.
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